POWER
METAL.DE
Neues Review von Walter Scheurer
Savior From Anger - No Way Out
Promotion:
info@marcoruggiero.com
Unkorrigierte und noch nicht
freigegebene Fassung - die endgültige
Version gibt's später hier:
http://www.powermetal.de/review/review-13236.html
Keine Frage, der Name dieser Band
lässt sofort an VICIOUS RUMORS
denken, hatten die Amis einst auf
"Welcome To Ball" einen Track mit
dem Titel 'Savior From Anger' am
Start. Eben jenen borgte sich ein
italienischer Gitarrist namens Marco
Ruggiero in Folge aus, um fortan mit
einer danach benannten Formation für
Furore zu sorgen. Zu den unbekannten
Musikern zählt dieser Knabe längst
nicht mehr, konnte er sich doch
durch seine Tätigkeit bei LANDGUARD
und NAMELESS CRIME zumindest im
Underground auch außerhalb seiner
Heimat bereits einen guten Namen
machen. Vor etwas mehr als einem
Jahr begann er interessierte Musiker
um sich zu sammeln, um Power Metal
zu fabrizieren, der diesem Bandnamen
wahrlich alle Ehre erweist.
Bevor demnächst der erste Longplayer
in Umlauf gebracht werden soll,
ließen die aus Neapel stammenden
Herrschaften im letzten Jahr mit
ersten, nun über die Website für lau
zu beziehende, Kompositionen
aufhorchen und stellten mit jenen
eindrucksvoll unter Beweis, dass sie
für ihre Musik die Bezeichnung POWER
Metal zu Recht verwenden und das auf
imposante Weise!
Der Einstieg 'Claustrophobia' lässt
ein melodiöses, aber dennoch
ungemein kraftstrotzendes
Double-Bass-Gewitter aufziehen, in
dem sich nicht nur das prägnante
Riffing des Chefs über den Zuhörer
regelrecht ergießt, sondern sich
zudem auch der Gesang von Alessandro
Grananto, der im mittleren
Höhenbereich mit sehr druckvollem
Vortrag zu imponieren weiß, im
übertragenem Sinne als "Hagelschlag"
im Gewitter darstellt. Auch wenn
seine Stimme noch nicht ganz
hundertprozentig sattelfest wirkt
und Alessandro auf "Blitze", im
Sinne von ganz hohen Schreien,
verzichtet, stellt er sich als
großes Talent für derlei Gesänge vor.
Ihr Pulver hat die Truppe aber mit
dem Opener keineswegs verschossen,
denn auch die weiteren Songs wissen
zu imponieren.
'Victim Of Rage' wird von
atmosphärisch-gefühlvollen Gitarren
eröffnet und gedeiht in Folge zu
einem Kracher in bester METAL
CHURCH-Tradtion, bevor uns die
Italiener mit dem Titelsong deutlich
machen, dass auch Power / Thrash
Metal-Formationen wie OVERKILL
durchaus Pate für den Sound von
SAVIOR FROM ANGER gestanden haben
dürften. Generell lässt sich
festhalten, dass es diese Burschen
ganz und gar nicht in typisch
europäischer Machart versuchen und
auf allzu schmucke Refrains setzen,
sondern viel mehr versuchen diese
Jungs ihre Songs immer wieder durch
dezent komplexe Passagen aufzufetten,
wodurch das technisch sehr
anspruchsvolle Spiel dieser Band
noch besser zum Tragen kommt.
Marco scheint zwar an sich durchaus
ein "Flitzefinger" zu sein, doch in
erster Linie zählt hier der Song als
Gesamtwerk und keineswegs er als
Sologitarrist, auch wenn der Chef im
Ring als solcher schwer
beeindruckend agiert. Im
Abschlusstrack 'Killing Greed' geht
es dann abermals heftig und schwer
Thrash Metal-lastig zur Sache,
allerdings wissen die Italos durch
zahlreiche Breaks und herrlich
gefühlvoll intonierte
Akustikpassagen für Abwechslung und
Auflockerung zu sorgen, ohne dabei
an Power zu verlieren und konnten
damit auf "No Way Out" ein letztes
Mal ihr Talent als Songwriter
beweisen.
Wie schon erwähnt, werden SAVIOR
FROM ANGER in Bälde mit ihrem ersten
Langeisen, das wohl "Scream Of
Anger" betitelt sein wird, am Start
sein. Wenn die Jungs, zu denen
zuletzt neben Marco und Alessandro
auch Bruno Masulli zählte, der die
Doom-Gemeinde bekanntlich vor kurzer
Zeit mit IN AEVUM AGERE erfreuen
konnte und bei SAVIOR FROM ANGER (zumindest
auf der Bü hne) nicht nur den Bass,
sondern auch als Aushilfssänger
kurzfristig hilfreich aktiv war, die
auf "No Way Out" bewiesene Form über
ein gesamtes Album halten können und
zudem auch noch ein klein wenig mehr
an den Hooks feilen, die hier noch
fehlen, kann man davon ausgehen,
dass da etwas Gewaltiges auf die
Power Metal-Gemeinde zukommt!
Anspieltipps: Victim Of Rage, No Way
Out, Killing Greed
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